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Presse
Clemens von Ramin und Rüdiger Zietz zu Gast in Gehrden am 1. Dezember 2006 Programm : Don Quijote von der Mancha Aus dem Presse-Echo : Das Kulturforum der SPD Gehrden eröffnete am Freitag im Bürgersaal des Rathauses die Adventszeit mit einem literarisch-musikalischen Abend, der dem spanischen Autor Miguel de Cervantes Saavedra gewidmet war. Sein 1605 erschienener Roman vom „scharfsinnigen Ritter Don Quijote von der Mancha“ ist eines der erfolgreichsten Werke aller Zeiten. Neben Bibel und Koran ist er das bis heute am meisten aufgelegte und übersetzte Buch. Die das Buch durchziehende Mischung von Komik und Tragik wird vor allem durch die zentrale Figurenkonstellation des Romans bewirkt: Der „Ritter von der traurigen Gestalt“ Don Quijote und sein Knappe Sancho Panza bedingen und ergänzen einander. Sie repräsentieren den Träumer und den Bodenständigen, den Idealisten und den Realisten; sie bilden die beiden Seiten einer Medaille. Als Interpreten hat das Kulturforum diesmal einen jungen Schauspieler und Rezitator eingeladen, der auf dem besten Wege ist, in die Fußstapfen des verstorbenen Gert Westphal zu treten: Clemens von Ramin ist ein „Sprecher aus Leidenschaft“, der mit seiner ausdrucksstarken Stimme das Publikum in seinen Bann zieht. Die Zuhörer ließen sich vom Erzähler Clemens von Ramin und dem Flamencogitarristen Rüdiger Zietz, zwei Profis ihres Fachs, willig in die fernen Welten des Ritters von der traurigen Gestalt entführen. Von Ramin rezitierte mit seiner eindringlichen, tiefen Stimme die wohl bekanntesten Auszüge. Da durften der Kampf gegen die Windmühlen, die Prügelei in der Schenke oder die „Befreiung“ der Galeerensklaven nicht fehlen. Der Erzähler gab jedem Charakter seine eigene Stimme, oftmals kräftig betont, dann wieder ungemein komisch. Unterstützend kam die von Rüdiger Zietz gespielte Gitarre gut zum Zuge. Diente sie meist zur Überbrückung, konnte sie aber auch die Stimmungen in einzelnen Textpassagen wunderbar untermalen. Durch diese gelungene Darbietung und auf Grund der melodiösen alten Sprache sahen sich die Zuhörer lebhaft in die Zeit der beiden Helden versetzt. |
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